Die Ehefrau
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Meg Wolitzer (Übersetzer: Stephan Kleiner), DuMont: Köln 2016Joan Castleman sitzt mit ihrem Mann Joe in einem Flugzeug Richtung Finnland als sie beschließt, ihn zu verlassen. In Helsinki soll ein lang ersehnter, mit großem Prestige versehener Literaturpreis sein schriftstellerisches Werk krönen und natürlich ist Joan, wie bei allen öffentlichen Auftritten, an seiner Seite.
Während der viertägigen Reise lässt sie die Zeit, die sie gemeinsam verbracht haben, Revue passieren. Was ist in all den Jahren mit der hoffnungsvollen neunzehnjährigen Studentin geschehen, die sich geschmeichelt und geehrt fühlte, von ihrem jungen gutaussehenden Dozenten wahrgenommen zu werden, der ihr eine große schriftstellerische Karriere vorhersagte? 45 Jahre und drei Kinder später steht sie immer noch freundlich lächelnd neben ihm, wenn er in bester Stimmung die Lobpreisungen für seine Romane entgegen nimmt. Daran haben auch die vielen, vielen Seitensprünge Joes nichts geändert.
Meg Wolitzer nimmt uns mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte, von den 50er Jahren bis ins neue Jahrtausend. Sie lässt uns durch Joans Überlegungen am Verlauf einer langjährigen Ehe, an Joes langsamen, aber stetigen Aufstieg im Literaturbetrieb teilhaben, aber vor allem an den Erwartungen und Haltungen, mit denen Frauen und Männer konfrontiert werden.
Am Beispiel des Ehepaares, ihrem Freundes- und Bekanntenkreis lässt Wolitzer Joan über die unterschiedlichen Möglichkeiten nachdenken, wie Lebensentwürfe gestaltet werden. Sehr aufmerksam, mit trockenem Humor und oft mit wenigen Worten lässt sie Situationen entstehen, die jeder Frau bekannt vorkommen.
Joan kommt zu dem Schluss, "jeder braucht eine Ehefrau; eigentlich brauchen selbst Frauen eine Ehefrau. Ehefrauen kümmern sich....“. Aber mit 64 Jahren will Joan genau das nicht mehr: eine kümmernde, sich sorgende Ehefrau sein.
Während der viertägigen Reise lässt sie die Zeit, die sie gemeinsam verbracht haben, Revue passieren. Was ist in all den Jahren mit der hoffnungsvollen neunzehnjährigen Studentin geschehen, die sich geschmeichelt und geehrt fühlte, von ihrem jungen gutaussehenden Dozenten wahrgenommen zu werden, der ihr eine große schriftstellerische Karriere vorhersagte? 45 Jahre und drei Kinder später steht sie immer noch freundlich lächelnd neben ihm, wenn er in bester Stimmung die Lobpreisungen für seine Romane entgegen nimmt. Daran haben auch die vielen, vielen Seitensprünge Joes nichts geändert.
Meg Wolitzer nimmt uns mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte, von den 50er Jahren bis ins neue Jahrtausend. Sie lässt uns durch Joans Überlegungen am Verlauf einer langjährigen Ehe, an Joes langsamen, aber stetigen Aufstieg im Literaturbetrieb teilhaben, aber vor allem an den Erwartungen und Haltungen, mit denen Frauen und Männer konfrontiert werden.
Am Beispiel des Ehepaares, ihrem Freundes- und Bekanntenkreis lässt Wolitzer Joan über die unterschiedlichen Möglichkeiten nachdenken, wie Lebensentwürfe gestaltet werden. Sehr aufmerksam, mit trockenem Humor und oft mit wenigen Worten lässt sie Situationen entstehen, die jeder Frau bekannt vorkommen.
Joan kommt zu dem Schluss, "jeder braucht eine Ehefrau; eigentlich brauchen selbst Frauen eine Ehefrau. Ehefrauen kümmern sich....“. Aber mit 64 Jahren will Joan genau das nicht mehr: eine kümmernde, sich sorgende Ehefrau sein.
Kategorie: Romane / Erfahrungsberichte
